Über uns

Wer sind wir und wie arbeiten wir?


supportsupport ist eine Gruppe in Hamburg, die Menschen im Umgang mit Gewalt in ihren Umfeldern unterstützt. Wir arbeiten vorrangig zu Gewalt in Beziehungen. Damit meinen wir Gewalt die in Partner*innen- oder Freund*innenschaften, oder auch in mehr oder weniger nahen kompliz*innenhafte Beziehungen stattgefunden hat. Solche sozialen Beziehungen können in Politgruppen, Wohnumfeldern, Nachbarschaften, bei Veranstaltungen, bei Camps oder in anderen Zusammenhängen entstanden sein, sie können in anhaltend oder in flüchtigen Kontakten bestehen.

Wir selbst haben in unterschiedlichen Rollen Erfahrungen mit Supportarbeit gemacht. Viele dieser Prozesse suchten Umgangsweisen mit sexualisierter Gewalt und Beziehungsgewalt. Aufgrund dieser Auseinandersetzungen sind wir zum Entschluss gekommen unsere Erfahrungen in die Arbeit anderer unterstützender Umfelder einzubringen.

Unsere Arbeit schöpft aus in Bewegungen entstandenen Ideen wie Transformativer Gerechtigkeit und kollektiver Verantwortungsübernahme, Definitionsmacht, Handlungsmacht, solidarischer Parteilichkeit. Wir arbeiten daran, anzuerkennen wie stark von Machtungleichheiten geprägt Beziehungen sind.

Als Struktur sind wir selbstorganisiert. Wir sind nicht institutionell angebunden, sind keine Beratungsstelle, oder Einrichtung der sozialen Arbeit und haben keine (staatlichen) Förderungen. Wir agieren unabhängig von Polizei, Justiz und Psychiatrie.

Warum machen wir diese Arbeit?


Solidarische Unterstützungsarbeit kann für betroffene Personen und deren Umfelder bestärkend wirken. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass sie auslaugen kann und dabei neue Verletzungen entstehen. Reflexion und Austausch sollen dazu beitragen, dass Konflikte, Hürden und Fallstricke in solchen Prozessen abgebaut werden. Aus der Praxis von supportsupport habengelernt, dass aus der Weitergabe und der gemeinsamen Besprechung von Erfahrungen bessere Möglichkeiten des Umgangs entwickelt werden können.

Im Alltag und in politischen Zusammenhängen beobachten wir, dass auch diese Arbeit vermehrtvon Personen mit Diskriminierungs-, Marginalisierungs- und/oder Gewalterfahrungen übernommen wird. Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die einen anti-patriarchalen Umgang mit Gewalt ermöglicht und in der auch diese Formen der gemeinschaftlichen Care-Arbeit Ressourcen und Anerkennung bekommt. Wir streben danach, in euren und unseren Beziehungen die Wiederholung gesellschaftlicher Muster von Unterdrückung zu unterbrechen und zu transformieren.